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Einsam, auch unter jungen Menschen? Exit Einsamkeit | 1/3 | SWR Doku
GERMAN shadowing practice · 528 sentences · 29:08 long · 3576 words

About this practice session
This page turns the YouTube video “Einsam, auch unter jungen Menschen? Exit Einsamkeit | 1/3 | SWR Doku” into a GERMAN shadowing exercise. The recording is split into 528 short sentences that you can play one at a time, repeat after the speaker and record your own version for automatic pronunciation scoring.
The speaker talks at about 171 words per minute, a fast pace, with an average of 6.8 words per sentence. That makes it best for advanced learners; slow the playback down or loop each sentence at first.
How to practise with this video
- Play the first sentence and listen while reading the transcript. Notice the stress, the pauses and where the intonation rises or falls.
- Replay it and speak along with the speaker, copying the rhythm rather than reading word by word.
- Record yourself straight after the original. ShadowEcho scores each word for accuracy, fluency and completeness.
- Compare your recording with the original, retry the words marked in red, then move on to the next sentence.
- Practise 10–15 minutes a day. Coming back to the same video after a few days is an easy way to measure progress.
Transcript (GERMAN)
- .
- Ich bin nicht der einzige Mensch, und das weiß ich auch.
- Aber jetzt gerade in dem Moment fühle ich mich so,
- als ob ich der einzige Mensch auf diesem gottverdammten Planeten bin,
- der sich einsam fühlt,
- der gerade eben aus dem Fenster rausgeguckt hat
- und superviele junge Menschen gesehen hat,
- die heute feiern gehen, die sich mit ihren Freunden treffen.
- Ich sehe superviel auf Social Media.
- Ich meine, es ist Wochenende.
- Natürlich macht man da was mit seinen Freunden.
- Und ich sitze zu Hause und habe gerade zu kämpfen mit meinem Körper.
- Es fühlt sich ein bisschen so an,
- wie in Schlamm festzustecken und Gas zu geben
- und nicht voranzukommen.
- Also es ist sehr, sehr ähnlich auch zu dem Gefühl,
- wie sich meine Depressionen anfühlen.
- Und ich bin dabei, aber nicht mittendrin.
- Und ... das macht mich sehr einsam.
- Ich dachte, ich bin irgendwie so die komische Einsame,
- weil ich auch immer in den Vorlesungen allein saß
- und mit niemandem geredet habe.
- Ich dachte, dass ich halt voll weird aussehe.
- (Nachdenkliche Musik)
- Ich finde Einsamkeit ein sehr unangenehmes Gefühl.
- Also, ich versuche noch so ein bisschen
- die Superkraft dahinter zu sehen,
- weil ich finde, bei Trauer oder Enttäuschung oder Wut,
- da ist noch irgendwie so ein Motor dahinter.
- Und bei Einsamkeit, da habe ich den Motor noch nicht gefunden.
- (Mann:) "DASDING". - (Frau:) "Exit Einsamkeit".
- "Wir sprechen ab jetzt hier bei 'DASDING' über ein Thema,
- was noch irgendwie viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt."
- "Und zwar Einsamsein, Einsamkeit."
- "Aber vor allem sprechen wir auch mit euch."
- (Mann:) "Was mich am meisten einsam fühlen lässt,
- ist einfach diese emotionale Distanz,
- die ich oft so verspüre in der Gesellschaft."
- (Frau:) "Es ist so eine ganz starke Schwere, die auf einem lastet."
- (Frau:)
- (Nachdenkliche, unruhige Musik)
- (Bahntür piept.)
- Wovor ich etwas Angst habe, ist, dass so Themen kommen,
- die eigentlich traurig machen könnten,
- weil das ist generell so ein sehr sensibles Thema.
- Und ja, da kann es natürlich passieren,
- dass das was anderes aufreißt oder triggert.
- (Ruhige, nachdenkliche Musik)
- "Stay in your 3D with the other losers."
- "If you want to be a loser, then just say that."
- "Be a fucking loser."
- Für mich gehört zu meiner täglichen Routine,
- Videos zu gucken von so ein paar YouTubern,
- die Manifestationsinhalte machen.
- Ich habe die eigentlich immer in meinem Ohr, tatsächlich.
- Was ich total schön finde, man bekommt so ein Machtgefühl,
- dass man wirklich so Schöpfer oder Schöpferin
- seiner eigenen Realität ist.
- Da braucht man nichts Astrologisches oder irgendwas von außen,
- sondern ich entscheide ja jeden Tag, wer ich bin.
- Und ja, das pusht mich dann auch.
- (Seufzen)
- Hi, ich bin Vanelynn.
- Ich bin 34 Jahre alt, Sternzeichen Zwilling.
- Und ich bin ausgebildete Schauspielerin, Moderatorin,
- Synchronsprecherin, Mental Coach,
- Fotografin, Dozentin und Model.
- "Guten Morgen von Alexandria und mir."
- "Wir beginnen den Tag mit etwas Stretching und Dehnen
- und einem Drink aus Gerstengras, Sellerie, Gurke und Kollagen."
- Dann singe ich sehr gerne, speziell in der Metal-Richtung.
- Nicht Heavy Metal, Metalcore.
- (Sie singt Metalcore.)
- (Kraftvolle Musik)
- Also ich sehe mich absolut nicht als Opfer,
- sondern wirklich eher so ein Main Character.
- Ich bin halt so, ja, nicht über den anderen, auf gar keinen Fall,
- aber ich habe so meine eigene Basis oder meine eigene Bubble,
- mit der ich nach vorne gehe.
- "Ihr Gesprächspartner ist zurzeit nicht erreichbar."
- "Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Ton."
- Hallo, ruf mich gerne mal zurück, danke.
- Wie, dir geht es heute nicht gut?
- Ist doch alles toll, du hast einen tollen Job
- und du siehst so und so aus -
- also, es wird immer aufgezählt, was ich alles habe
- und ich denke: "Ja, danke",
- aber dann so einem das Recht abgesprochen wird,
- sich auch mal schlecht oder einsam zu fühlen.
- Gucken, wen ich erreiche.
- (Sanfte Musik)
- Ich erreiche alles, was ich will.
- Ich erreiche alles, was ich will.
- Und ich lasse alles los, was mich dabei blockiert.
- Und ich darf ich selbst sein.
- Ich darf ich selbst sein.
- Ich bin beliebt, geliebt und beschützt.
- Ich liebe dich. Bitte vergib mir.
- Ich verzeihe dir.
- Dank. Frieden.
- "Ich erreiche alles, was ich will."
- Sehr gut.
- Mein Einsamkeitsgefühl? Von einer null bis zehn bin ich bei einer elf.
- Ja.
- (Abwartende Musik)
- Kannst du mal ein Bild von mir machen, von dem Turm?
- Yes. - Ja.
- Ja, just here.
- Ja. Geht weg.
- Thank you. Bye.
- Also, ich finde, Instagram ist für mich so eine Hassliebe.
- Also, einerseits liebe ich,
- dass ich da komplett mich ausleben kann.
- Aber halt auch anstrengend, wenn man dann auch mal so Angst hat,
- was zu verpassen.
- Ja, oder nicht genug zu posten.
- Hi! - Hi. Schön, dich kennenzulernen.
- Wir haben ja heute die Behandlung. Ich freue mich.
- Boah, ich fühle mich eigentlich dauerhaft einsam.
- Das beeinflusst vor allem eher so mein Privatleben.
- Weil so beruflich habe ich gar keine Zeit,
- darüber nachzudenken.
- Also, das Gefühl ist da.
- Ich gebe ja immer so die 110 Prozent.
- Das ist, glaube ich, deswegen, wenn man dann privat ist,
- dass es so doppelt hochschwappt.
- Wie so ein Wasserball, den man runterdrückt,
- und irgendwann platzt der so aus einem raus.
- Deswegen fühlt sich das privat so schlimm an,
- wo ich dann zeitweise gar kein Privatleben wollte.
- So, eine Sekunde, mir fehlt nur ein kleines ...
- So, und dann ...
- So, ist okay?
- Super. - Ja?
- (Surren) So, es geht los.
- Wenn man das Gefühl nicht kennt, ist es schwer zu beschreiben.
- Und dieses nur, dass ich sage, es fühlt sich leer an
- oder es fühlt sich traurig an.
- oder es fühlt sich erdrückend an, je nachdem.
- Also, es passt auch alles, was ich gerade sage.
- Aber es trifft nicht so die Wurzel.
- Kannst du's noch mal abfotografieren?
- Oder zeigen, dann mache ich kurz ein Bild.
- Genau.
- Perfekt.
- Man denkt, dass es so einfach ist mit Social Media.
- Ja, ist es nicht.
- Das ist alles anderes als einfach.
- Du musst genau wissen, was du sagst, wie du es sagst, wie du es machst.
- Ja. - Strategie.
- Deswegen mache ich das auch Vollzeit.
- Da braucht man wirklich ... - Ja, so, das ist ...
- Also, für mich ist jetzt wichtig, bei dem ersten Schritt,
- diese Schichten einzuweichen.
- Mhm.
- (Leises Rauschen, Ploppen)
- Ich denke, wir sind so weit fertig.
- Sehr schön, wow.
- Das fühlt sich so toll an.
- Super. Vielen, vielen Dank. - Sehr gerne.
- So, ich bringe dich dann runter. - Mhm.
- Superschön. Vielen Dank.
- (Abwartende Musik)
- Tendenziell bin ich ja so ein kleiner Workaholic.
- Und wenn dann so der Vorhang fällt, dann ist da nichts.
- Also, weiß ich nicht.
- Also, gibt es nicht so ...
- Also, ich glaube, man hat es so akzeptiert.
- Einfach so als düsterer Begleiter.
- So "The Dark Passenger", der mit dir im Auto immer mitfährt.
- Den du nicht ausschließen kannst, und nicht rausschmeißen,
- weil der sitzt da einfach und ist angeschnallt.
- Ich würde den gerne rauskicken.
- So.
- Ich bin jetzt gerade auf dem Weg nach Mainz.
- Und werde dort mit drei anderen über das Thema Einsamkeit sprechen.
- Was irgendwie ziemlich ungewohnt ist.
- Also, generell über das Thema zu sprechen,
- aber auch dann mit drei Leuten, die ich noch überhaupt nicht kenne.
- (Stimmengewirr im Hintergrund)
- Sonntage sind so die wirklich schlimmsten Tage,
- weil sowieso dann noch mal alles langsamer irgendwie ist.
- Und natürlich auch so irgendwie dieses, ja, Bild dann auch im Kopf,
- na ja, da sind andere, Pärchen, Familien, keine Ahnung,
- die an einem Sonntag eben freie Zeit haben,
- miteinander verbringen können.
- Und ich merke, ich bin meist alleine, einsam hier.
- (Nachdenkliche Musik)
- (Frau:)
- (Frau:)
- (Mann:)
- Also, angekommen bin ich noch gar nicht,
- obwohl ich jetzt fast vier Jahre da bin.
- Mentalität, würde ich sagen, ist ein Faktor, definitiv.
- Also, es gibt halt auch einen Begriff für Leute,
- die nicht von hier sind: "neigschmeckt".
- Ich finde, das sagt schon irgendwie vieles aus.
- Ich bin für meinen damaligen Job 2021 nach Stuttgart gezogen.
- Und auch weil mein ehemals bester Freund
- schon seit mehreren Jahren hier in Stuttgart lebt,
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